Stock-Fotos: Am besten verkaufen sich universell einsetzbare Motive
Martina Berg, Fotografin und Buchautorin. Weitere Infos unter: www.mb-fotos.de
Selbst als ambitionierter Hobby-Fotograf können Sie heute Ihre Bilder über Stockfoto-Agenturen im Internet vermarkten und so Ihre Leidenschaft zu barer Münze machen. Wie das geht und welche Fotos derzeit besonders hoch im Kurs stehen, haben wir Martina Berg, Fotografin und Buchautorin gefragt.
Wie sollte ein Fotograf nach einer für ihn passenden Agentur suchen? Worauf sollte man dabei achten?
Martina Berg Jeder Fotograf entwickelt im Laufe der Zeit bestimmte Motiv-Vorlieben und entwickelt seinen eigenen Stil. Sinnvoll ist es, sich eine Agentur zu suchen, die im Spezialgebiet des Fotografen Ihren Schwerpunkt hat. Fast alle Agenturen zeigen auf Ihrer Internet-Seite die Bestseller-Fotos und/oder die zuletzt verkauften Fotos. Schauen Sie sich als Fotograf diese Motive an und entscheiden Sie, ob Ihre Fotos zu dieser Agentur passen.Kann man seine Bilder auch bei mehreren Agenturen einstellen?
Martina Berg Wenn Sie Ihre Bilder noch bei einer weiteren Agentur anbieten wollen, dann lesen Sie aufmerksam die AGBs, ob die Agentur von Ihnen Exklusivrechte verlangt. Und natürlich spielt auch der Preis für die Nutzungsrechte eine große Rolle: sind Sie bereit, Ihre Bilder für “Kleingeld” zu verkaufen oder streben Sie höhere Erträge pro Bildverkauf an? Bei vielen Agenturen macht es aber durchaus die Masse – denn was nutzt Ihnen ein Bildpreis von 50 Euro, wenn niemand kauft? Dann doch lieber 50 Verkäufe zu je 1 Euro.
Welche Motive lassen sich gut verkaufen?
Martina Berg Am besten verkaufen sich universell einsetzbare Motive, die zu möglichst vielen Themen passen können. Sehr spezielle Bilder wie z.B. von der wunderschönen Dorfkirche aus Hintertuttlingen sind fast unverkäuflich. Symbolhafte Bilder sind dagegen sehr gut verkäuflich und natürlich alle Bilder mit aktuellen Themen.
Welche Rolle spielen dabei Schlagwörter zu einem Foto? Geben Sie bitte unseren Lesern ein paar praktische Tipps.
Martina Berg Die Verschlagwortung der zu verkaufenden Fotos ist fast so wichtig wie das gelungene Foto selbst. Denn was nützt das genialste Bild, wenn es kein potentieller Käufer findet? Also, auch wenn es den meisten Fotografen keinen Spaß macht: investieren Sie ausreichend Zeit in die treffende Beschreibung Ihrer Fotos. Beschreiben Sie zunächst einfach alles, was auf dem Bild zu sehen ist. Verwenden Sie sowohl Einzahl als auch Mehrzahl. Dabei sollten Sie auch Farben, Stimmungen, Emotionen etc. nicht vergessen. Sehr hilfreich ist ein Thesaurus, um die Beschreibung um sinnverwandte Begriffe zu ergänzen
Das hört sich nicht einfach an. Gibt es Tricks?
Martina Berg Natürlich geben auch die Beschreibungen ähnlicher, bereits in der Bildagentur vorhandener Bilder gute Anregungen. Suchen Sie einfach nach ähnlichen Motiven und schauen Sie sich die Suchbegriffe an. Aber Achtung: nicht einfach kopieren! Dies ist nicht nur geistiger Diebstahl sondern auch nicht gerade sinnvoll: denn kein Bild gleicht wirklich dem anderen! Eine weitere Quelle der Inspiration für Schlagwörter ist für mich immer wieder Wikipedia. Dort finden Sie z.B. schnell den wissenschaftlichen Namen einer Pflanze oder eines Tieres. Denn die lateinische Fachbezeichnung gehört bei einem solchen Bild auf jeden Fall in die Suchwörter. Wenn Sie in einem Zoo fotografieren: machen Sie immer auch ein Foto von der Beschreibungstafel am Gehege des Tieres!
© TimeToPrint Publishing GmbH & Co KGAlle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der TimeToPrint Publishing GmbH & Co KG
Verwandte Artikel:
- Photosynth: Die besten Synths beginnen mit den richtigen Fotos
- Mittelfristig steht in Wikipedia diejenige Information, die sich am besten extern belegen lässt
- Photokina-Preview 2010 Canon
- “Verkaufen im Internet wird sozial”
Kommentare
Schreibe einen Kommentar
Kategorien
-
Letzte Beiträge
- Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel
- Mein dritter Space ist für meinen Blog reserviert
- Für meine Bedürfnisse kann ich mit sechs Spaces am besten arbeiten
- Spaces helfen mir, einzelne Aufgaben zu fokussieren
- HyperSpaces: Der dritte Desktop ist mein Rückzug
- Mit gutem Fleisch fängt alles an
- Wenn es um die Wurst geht, möchten immer mehr Menschen wissen was drin ist
- An der Adobe Creative Suite kommt keiner vorbei
- Günstige Tarife mit langen Laufzeiten
- Vertrauen ist gut, Monitoring-Dienste sind besser
Archive
Meta
Schlagwörter
Advertiser AdWords Affiliate Affiliate Marketing Apple Banner Behavioral Targeting BeTa dmexco E-Mail e-mail-Marketing Facebook Fotografie Google Internet Keywords KMU Marketing Marketing-Mix mobil Mobile-Marketing Newsletter Online Online-Marketing online-shop Online-Shops online handel onlineshop Performance Marketing Publisher SEM SEO Social Commerce Social Media Social Media Marketing Targeting Trends Twitter Usability Video Webanalyse Webanalyse-Tool Website Werbung ZielgruppeLetzte Kommentare
- Alexander Schmidt bei Ein gutes Template ist zuerst mal fehlerfrei codiert
- MarcT bei Matthias Riedle zu E-Commerce-Trends 2011
- Michael bei Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel
- Social Media bei Wer sich dem Social Web öffnet muss dies konsequent und umfassend tun
- Andy bei Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel










