Eigenes Haus in Google Earth
Google Earth bietet eine detailierte Darstellung der ganzen Welt. Wie wäre es, wenn auch Ihr Haus als dreidimensionales Objekt auf der weltweiten Karte vorhanden wäre? Mit dem Google-Tool Sketchup ist das kein Problem – vorausgesetzt Sie investieren etwas Zeit und gute Fotos. Arndt Felsberg ist 3D Modellierer und Geschäftsführer der Agentur VArchitektur. Felsberg ist einer der Gründer und zuständig für die Erstellung der virtuellen 3D-Welten die dann in Google Earth zu bewunder sind.
Welches Equipment ist nötig, um ein gutes Ergebnis zu erreichen?
Arndt Felsberg Wir arbeiten mit Digitalkameras der mittleren Preisklasse namhafter Hersteller. Nach wie vor sind die Sony Alpha 100 und die Canon EOS 400D die am häufig genutzten Modelle unserer Mitarbeiter, die robuste und zuverlässige Bauweise haben hier überzeugt.
Braucht man zusätzliche Fotobearbeitungsprogramme, Plug-Ins z.B. PhotoShop, Picasa? Wofür sind die gut?
Arndt Felsberg Die bekannten Probleme der Fotografie wie etwa Distortion oder Stürzende Linien und auch Bildrauschen und Störeinflüsse wie Stromkabel oder Bäume in den Texturen, die retuschiert werden sollten, setzt bindend die Nachbearbeitung in Programmen wie Photoshop, Picasa oder ähnlichem voraus. Wir nutzen Photoshop CS3 da wichtige Tools wie das „Distortiontool” und hervorragende Kompressionsalgorithmen bereits in der Basisversion integriert sind.
Wie speichern Sie die Texturen in Photoshop?
Arndt Felsberg Die Speicherung erfolgt im Photoshop im Menü „Save for web and devices” bei 51% Optimierung nach folgender Formel:
100kb : 10 x 1.5 = 15kb
Da die so berechneten Texturen von Google nochmals komprimiert werden, wird mit dieser Merkregel eine noch lesbare Darstellung von Schriften oder wichtigen Informationen wie Hausnummer oder Schaufenstern gewährleistet. Vermeiden sollten Sie zu große Texturen, denn dann tritt ein „PopUp-Effekt“ auf. Die Texturen wirken so, als würden sie an und aus geschaltet, was dem Modell einen unnatürlichen Charakter gibt.
Mit welchen Effekten kann man 3D-Modelle aufpeppen?
Arndt Felsberg Die Aufnahme der direkten Umgebung des Objektes ist ein wichtiger Bestandteil der Modellerstellung. Sie können so dem Modell den speziellen ‚touch‘ verschaffen. Besonders Fenster sollten perfekt grade fotografiert werden und dann nochmal, allerdings mit interessantem Inhalten wie Himmel oder Bergen, je nach dem in welcher Umgebung Sie sich befinden.
Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Architektur?
Arndt Felsberg Die Fotografien müssen im jpg. Oder png. Format gespeichert werden und dürfen weder Umlaute noch Sonderzeichen enthalten. Achten sollte man bei der Texturierung darauf, die Objekte nicht nachträglich zu skalieren. SketchUp wird Sie dafür bestrafen und die korrekte Darstellung bei Google Earth ist dann nicht immer gewährleistet. Wenn Sie das Objekt in Google Earth platzieren, sollten man vermeiden, dass die Objekte ‚schweben‘. Modellieren Sie sie besser in ein Gelände unter das Objekt und Texturieren es mit der Google Earth Luftaufnahme.
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