Jörg Hoewner zu Trends im Online-Marketing
Jörg Hoewner, Geschäftsführender Partner K12 Agentur für Kommunikation und Innovation GmbH
Was werden für Sie die Online-Marketing-Trends des Jahres 2010?
Jörg Hoewner Die erste Euphorie rund um das Thema Web2.0 ist verflogen, das Thema an sich scheint mir bei vielen Unternehmen etabliert, weitere fangen jetzt an, sich damit zu beschäftigen. Hype-Thema in diesem Bereich ist momentan sicherlich noch Twitter, wobei sich hier noch viele unklar sind, wie man damit sinnvoll umgeht.
Ein weiteres Thema ist der Einsatz von Location based services zum Teil in Verbindung mit AR (Augmented Reality)-Anwendungen. Hier eröffnet sich ein völlig neues Spielfeld für geographisch gesteuerte Marketingmaßnahmen.
Welche Neuerungen erwarten Sie dabei?
Jörg Hoewner Viele neue Ideen und Anwendungen, die z.B. GPS- und Kompassgesteuerte Funktionen moderner Handies ausnutzen. Zum Beispiel auf Basis der Software “Layar”, die auf Android-Handies und iPhones läuft. Oder Mobil-Apps, die Marketingfunktionen übernehmen. Für mich das spannendste Thema überhaupt.
Wird die Werbung effizienter? Wie steht mit der Kundenorientierung?
Jörg Hoewner Ja, das wird sie. Und es wird genau gemessen und gerechnet. Der Trend weiter weg von Klickzahlen hin zu Lead- oder Sales-basierten Abrechnungsmodi beweisen das.
Welche Rolle spielt dabei das Mobile Marketing?
Jörg Hoewner Das ergibt sich aus den oben beschriebenen Trends. Das ist Mobile-Marketing, aber nicht in der Form, wie es vor fünf Jahren noch angedacht war: SMS und Bluetooth werden im Marketing weiterhin nur eine Nischenrolle spielen.
Werden sich die Kunden an neue Werbeformate gewöhnen müssen? Wie sieht das mit der Akzeptanz aus?
Jörg Hoewner Hier wird in zwei Bereichen besonders viel experimentiert: Welche Formate helfen, Web2.0-Angebote zu monetarisieren? Was sind passende Formate für neue Mobilgeräte? Zur Akzeptanz wage ich nichts zu prognostizieren, hier wird es viel Trial and Error geben.
Was halten Sie vom Phänomen des Crowdsourcings, das auf die freiwillige Arbeitskraft und Intelligenz von Internetnutzern setzt. Wird man das nutzen können?
Jörg Hoewner Ein spannendes Thema, da wird seit einigen Jahren auch schon viel gemacht, es gibt spezielle Innovationsplattformen wie z.B. Innocentive. Tchibo und Starbucks Coffee haben da spannende Ansätze entwickelt. Ich glaube an das Thema, denke aber auch, dass sich immer nur ein Teil der Nutzer wirklich aktiv hier engagieren werden. Die Herausforderung ist daher, das Crowdsourcing für den Nutzer so beiläufig und einfach wie möglich zu gestalten.
Wie hat sich das Marketing im letzten Jahr verändert? Welche Auswirkungen haben Sie durch die Krise gespürt?
Jörg Hoewner Es wird mehr auf das Budget und mehr auf die Performance geachtet. Einige Kunden haben Investitionen zurückgestellt.
Wenn Sie einen Marketing-Mix empfehlen, wie sieht die Verteilung Online/Offline aus?
Jörg Hoewner Das kommt auf die Aufgabenstellung an und dann auf Stakeholder-Eigenschaften. Daher geht die Range von 100% : 0% bis zu 0% zu 100%.
Welche Art des modernen Marketings halten Sie für überschätzt und noch nicht ertragreich?
Jörg Hoewner Viral-Videos. Viele nette Beispiele, sogar welche, die häufig angeschaut werden. Aber nur bei ganz wenigen scheint mir ein Transfer auf die Marke zu gelinkgen.
Was werden die Highlights aus Hause im nächsten Jahr. Womit werden Sie versuchen Ihre Kunden zu begeistern und neue Kunden zu gewinnen?
Jörg Hoewner Wir haben einige spannende neue Projekte. Unsere Kunden versuchen wir mit sehr gutem Service und frischen Ideen zu begeistern.
Verwandte Artikel:
- Mario Kohle zu Trends im Online-Marketing
- Martin Hubert zu Trends im Online-Marketing
- Jochen Urban zu Trends im Online-Marketing
- Tanja Kiellisch zu Trends im Online-Marketing
- Sami Sokkar zu Trends im Online-Marketing
Kommentare
Schreibe einen Kommentar
Kategorien
-
Letzte Beiträge
- Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel
- Mein dritter Space ist für meinen Blog reserviert
- Für meine Bedürfnisse kann ich mit sechs Spaces am besten arbeiten
- Spaces helfen mir, einzelne Aufgaben zu fokussieren
- HyperSpaces: Der dritte Desktop ist mein Rückzug
- Mit gutem Fleisch fängt alles an
- Wenn es um die Wurst geht, möchten immer mehr Menschen wissen was drin ist
- An der Adobe Creative Suite kommt keiner vorbei
- Günstige Tarife mit langen Laufzeiten
- Vertrauen ist gut, Monitoring-Dienste sind besser
Archive
Meta
Schlagwörter
Advertiser AdWords Affiliate Affiliate Marketing Apple Banner Behavioral Targeting BeTa dmexco E-Mail e-mail-Marketing Facebook Fotografie Google Internet Keywords KMU Marketing Marketing-Mix mobil Mobile-Marketing Newsletter Online Online-Marketing online-shop Online-Shops online handel onlineshop Performance Marketing Publisher SEM SEO Social Commerce Social Media Social Media Marketing Targeting Trends Twitter Usability Video Webanalyse Webanalyse-Tool Website Werbung ZielgruppeLetzte Kommentare
- Alexander Schmidt bei Ein gutes Template ist zuerst mal fehlerfrei codiert
- MarcT bei Matthias Riedle zu E-Commerce-Trends 2011
- Michael bei Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel
- Social Media bei Wer sich dem Social Web öffnet muss dies konsequent und umfassend tun
- Andy bei Responsive Webdesign: Alles kann sich vergrößern oder verkleinern und ist unbedingt flexibel









