Dirk Freytag zu Behavioral Targeting
Dirk Freytag, CEO von AdTech AG
Was ist Behavioural Targeting?
Dirk Freytag BeTa ist eine praxisbezogene Anwendung der klassischen Nutzerstromanalyse. Im Mittelpunkt stehen das Bewegungsmuster des Users und der Inhalt der von ihm bisher besuchten Seiten. Seine Reaktionen auf zuvor gezeigte Werbebanner werden ebenso berücksichtigt und das Website-übergreifend. Je mehr Informationen über das effektive Surfverhalten des Nutzers gewonnen werden, desto passender können die Adserver die Banner ausliefern. Auf Basis dieser anonymisierten “Bewegungsinformationen” entstehen „Scoring-Tabellen“ für diverse Kategorien – ADTECH bietet 24 an der Zahl – wie z.B. Automobile, Reisen, Finanzen, Handys, Filme oder Musik. Diese Kategorisierungen helfen, die Banneranfragen zu konkretisieren und das passende Werbemittel für urbane Mütter, reisende Manager, Neuwagenbesitzer oder urlaubende Rentner auszuwählen. Wer mit BeTa Werbung plant, schaltet nicht zum Umfeld passende Werbung, sondern zu seinen Kunden passende
Thomas Eisinger zur Erstellung von SEM Anzeigentexten
Thomas Eisinger, Geschäftsführer explido WebMarketing GmbH & Co. KG
130 Zeichen verteilt auf vier Zeilen: SEM-Texte holen das Maximum aus der Devise „In der Kürze liegt die Würze“ heraus. Was gilt es dabei zu beachten, damit die Werbung ein Erfolg wird?
Thomas Eisinger Die Herausforderung besteht darin, dass in den 3 Zeilen sowohl Aufmerksamkeit geweckt, Infos transportiert und zu einer Handlung – nämlich dem Click – aufgefordert werden soll. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was sind denn meine besten Argumente für mein Produkt bzw. wie kann ich mich von der Konkurrenz abheben? Ist es der Preis, die Qualität, die günstige Lieferung oder etwas ganz anderes? Und dann ist natürlich die Auswahl der Keywords für die Einbuchung extrem wichtig: welche Kombinationen werden wirklich gesucht, ist das Keyword vielleicht zu allgemein und was kostet ein Klick auf vorderen Positionen? Wir nennen das Keyword-Strategie – die Voraussetzung für eine erfolgreiche Adwords- oder Yahoo!-Kampagne.
Mario Schmidt über das Texten von Adwords-Anzeigen
Mario Schmidt, Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur Trismile GmbH
130 Zeichen verteilt auf vier Zeilen: SEM-Texte holen das Maximum aus der Devise „In der Kürze liegt die Würze“ heraus. Was gilt es dabei zu beachten, damit die Werbung ein Erfolg wird?
Mario Schmidt Anzeigentexte sind nur ein Teaser. Suchbegriff/Keyword und Anzeigentext und Informationen der Zielseite sollten als Einheit gesehen und aufeinander abgestimmt sein. Die Anzeige muss genau dieses Thema widerspiegeln und eine Lösung versprechen. Mit dem Keyword gibt der Nutzer der Suchmaschine sein Interesse an. Nutzer scannen die Suchergebnisseite nur für Sekunden. Der Text soll nicht mehr tun, als eine relevante Antwort versprechen und den Nutzer zur Website bringen. Die Zielseite, kombiniert mit einer einfachen Navigation bis zur Konversion, muss dieses Versprechen dann einlösen.
Gerhard Klügl über die Erstellung von Adwords Anzeigentexten
Gerhard Klügl, Geschäftsführer der Internet-Werbeagentur iconaro
130 Zeichen verteilt auf vier Zeilen: SEM-Texte holen das Maximum aus der Devise „In der Kürze liegt die Würze“ heraus. Was gilt es dabei zu beachten, damit die Werbung ein Erfolg wird?
Gerhard Klügl Da der verfügbare Platz für eine die anvisierte Zielgruppe ansprechende Textanzeige sehr gering ist, sollte man versuchen unnötige “Füllwörter” möglichst zu vermeiden. Jedoch sollte man nicht den Fehler begehen, Anzeigen nur als Auflistung relevanter Suchbegriffe zu verstehen. Eine Anzeige sollte sich möglichst genau auf ein Thema / Service / Produkt fokussieren. Auch mit SEM Textanzeigen sollte man versuchen, das AIDA-Prinzip (wenn auch in etwas abgewandelter Form) zu berücksichten, also: Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse wecken, wenn möglich eine Aufforderung zum “Klick” anbieten.
Sven Gasser über die Kunst einer erfolgreichen Textanzeige
Sven Gasser ist ausgebildeter Informatiker und Mitinhaber der Delta Werbeagentur in Bochum. Er ist unter anderem für den Bereich Online-Marketing zuständig und entwickelt mit seinem Team zahlreiche Online-Werbe-Kampagnen für Kunden in ganz Deutschland.
130 Zeichen verteilt auf vier Zeilen: SEM-Texte holen das Maximum aus der Devise „In der Kürze liegt die Würze“ heraus. Was gilt es dabei zu beachten, damit die Werbung ein Erfolg wird?
Sven Gasser Zuallererst muss man zusehen, dass man sich von den restlichen Anzeigen abhebt. Eine besonders kreative oder provokante Überschrift ist da schon der erste Schritt. Außerdem werden die Schlüsselwörter generell fett angezeigt, was in einer Überschrift natürlich ein weiterer Blickfang ist. Direkt aufzufallen und mit seiner Anzeige Interesse zu wecken ist auch bitter nötig, da im Schnitt vom User nur 8-10 Anzeigen gelesen werden und sich die Zeitspanne der Aufmerksamkeit pro Anzeige häufig auf unter eine Sekunde beschränkt. Erst wenn man in dieser Sekunde dem User das Gefühl vermitteln kann die Lösung für sein Problem bereit zu halten, wird die restliche Formulierung der Anzeige entscheidend ob der vermeintliche Kunde tatsächlich Ihre Website aufruft. Also gliedert sich das konzipieren einer solchen Anzeige in mehren Schritten, die man dem Verhalten des Users bestmöglich angleichen muss. Nicht zu vergessen, dass die Anzeige möglichst auf die Hauptzielgruppe zugeschnitten sein sollte. Aber ich gebe zu, dass es sicher nicht einfach ist innerhalb von 130 Zeilen auf den Punkt zu kommen, wie ja schon die erste Antwort von mir eindrucksvoll zeigt.
Tom Alby: Die Krise als Chance nutzen
Tom Alby, Director Search uniquedigital GmbH
Viele Analysten sehen für 2009 auch eine Krise in der Werbewirtschaft. Betrifft das auch alle Bereiche des Online-Marketings?
Tom Alby Aus unserer Sicht besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Krise als Katalysator für die Verschiebung der Budgets aus der Klassik hin zu Online Marketing wirkt. Der Anteil von Online Marketing an den Media Spendings in 2009 wird spürbar zunehmen. Dies gilt insbesondere für vertriebsnahe Onlineaktivitäten – das Performance-Marketing.
Mario Grobholz: Die Krise als Chance nutzen
Mario Grobholz, Gründer und Geschäftsführer myON-ID Media GmbH
Viele Analysten sehen für 2009 auch eine Krise in der Werbewirtschaft. Betrifft das auch alle Bereiche im Internet?
Mario Grobholz Es gibt sicherlich Bereiche, wie bspw. das Online Werbegeschäft in denen Auswirkungen der Krise direkt spürbar sein werden. Ich denke aber nicht, dass die gesamte Internetbranche negativ betroffen sein wird. Das Internet und die Intensität mit der das Internet genutzt wird wachsen noch immer. Hieraus ergibt sich aus meiner Sicht das Potential für gute Geschäftsmodelle in diesen Zeiten sogar stärker zu wachsen und die Möglichkeit sich gegen den Trend zu entwickeln.
Frank Bültge: Die Krise als Chance nutzen
Frank Bueltge, ist Mitglied im Team von WordPress Deutschland, Blogger und Web-Entwickler von Inpsyde GmbH
Viele Analysten sehen für 2009 auch eine Krise in der Werbewirtschaft. Betrifft das auch alle Bereiche im Internet?
Frank Bültge Eine Krise ist auch immer eine Chance, ein Chance für diverse bisher untergeordnete Bereiche und eine Chance für Veränderungen. Aus meiner Sicht betrifft die Krise außerdem niemals alle Bereich der Werbewirtschaft. Gerade die Bereiche des Internet sind sehr vielfältig und mit der aktuellen Krise besinnen sich Unternehmen wieder auf alternative Möglichkeiten und suchen neue Möglichkeiten. In Zeiten von Überschuss nutzt man gern bekannt und ausgefahrene Pfade – die Krise ist aus meiner Sicht daher ein absolute Chance und sollte so auch von den Unternehmen gesehen werden. Gerade jetzt gehören Energie und Prüfungen in alternative Themen und neue Möglichkeiten, dies gilt auch für die Werbewirtschaft. Hinzu kommt, dass das Medium Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, selbst klassische Printmedien müssen dies einsehen, und daher steht in diesem Medium noch viel Potenzial offen und wartet auf die Entdeckung durch die unterschiedlichsten Bereiche der Unternehmenswirtschaft. Waren bisher vorrangig technikorientierte Unternehmen an Werbung im Netz interessiert, so ändert sich dass mehr und mehr und auch die klassischen Unternehmen, welche sich nur sehr unflexibel und langsam an neuen Trends und Möglichkeiten außerhalb ihrer Spezialisierung orientieren, sehen die Alternativen und Möglichkeiten die ihnen die Werbewirtschaft auch in Zeiten einer Krise bietet.
Dr. Asif Masum: Die Krise als Chance nutzen
Dr. Asif Masum, Partner, KRUPS CONSULTANTS GmbH
Viele Analysten sehen für 2009 auch eine Krise in der Werbewirtschaft. Betrifft das auch alle Bereiche des Online-Marketings oder ist hier vielmehr die Krise als Chance zu begreifen?
Dr. Asif Masum Das Online-Marketing wird ebenfalls betroffen sein – ob dies jedoch der richtige Ansatz zu sparen ist, bezweifel ich. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass gerade mit dem Online-Marketing eine stark zielgruppen-orientierte Werbung möglich ist. Die Frage, ob die Krise zur Chance wird, ist eine Frage wie in den Unternehmen die Aktivitäten zur Kundenbindung, Marktpositionierung und Innovationen genutzt werden. Hierfür ist das Online-Marketing ein wesentliches Element.
Thorsten Vespermann: Die Krise als Chance nutzen
Thorsten Vespermann, Director Corporate Communications, XING AG
Viele Analysten sehen für 2009 auch eine Krise in der Werbewirtschaft. Betrifft das auch alle Bereiche des Online-Marketings oder ist hier vielmehr die Krise als Chance zu begreifen?
Thorsten Vespermann Einer anhaltenden Finanzmarktkrise folgen zwangsläufig auch weitere Krisen in anderen Branchen. Die Medien und die Werbewirtschaft werden dies natürlich spüren. Laut aktueller Prognosen aus den USA werden Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen zu den größten Verlierern zählen. Werbebudgets für das Internet dürften sich allerdings nicht dramatisch nach unten bewegen und könnten sogar im Krisenjahr 2009 steigen.