“Die Webanalyse ist ein zentraler Baustein zur kontinuierlichen Website- und Kampagen-Optimierung jedes Unternehmens”
Christian Bennefeld, Geschäftsführer der etracker GmbH
Gibt es Ihrer Meinung nach Mythen der Webanalyse? Welche sind das?
Christian Bennefeld:
- Mythos 1: Viele Anwender glauben, dass sich durch den Einsatz einer Web-Analyse Software die Website „von alleine“ optimiert. Web-Analyse ist aber nur ein Werkzeug, um Schwachstellen der Website und des Online-Marketings zu erkennen. Die Behebung der Schwachstellen kann nur durch denjenigen erfolgen, der vor dem Bildschirm sitzt – und der benötigt dazu vor allem Zeit und Know-how. Die Web-Analyse sollte daher stets fest in die Unternehmensprozesse integriert werden, da man sie nicht „mal eben nebenbei“ erledigen kann. Den ganzen Beitrag lesen
“Das primäre Interesse eines eShop ist eine hohe Conversion”
Atasoy Altinci, Geschäftsführer der NewElements GmbH
Was sind die elementaren Daten, die mit Webanalyse erhoben werden sollten?
Atasoy Altinci Nutzung, Herkunft, Zugriffzahlen (Besucher, Herkunft, Seitenaufrufe, Suchmaschinen Keywords (Detailliert mit welchem Keywords werden welche Produkte oder Dienstleistungen gefunden), Webseiteninterne-Suche.
„Die Webseiten-Besucher tun nie das, was man selbst erwartet“
Alexander Schreiber, Sales-Manager bei Mindlab Solutions
Was sind die elementaren Daten, die mit Webanalyse erhoben werden sollten?
Alexander Schreiber Die elementaren Daten sind immer diejenigen, mit deren Hilfe die Webseitenziele des Kunden bewertet werden können. Die absolute Anzahl an Sessions und PageViews einer Webseite sollte nie oder in den seltensten Fällen als die wichtigste Kennzahl zur Bewertung des Webseitenerfolgs herangezogen werden. Ist die Webseite wirklich erfolgreich, wenn man pro Tag mehrere Tausend Besuche hat, aber niemand etwas kauft, oder allgemein formuliert, das Ziel der Webseite erreicht? Wohl eher nicht! Deswegen sollte man sich als Betreiber einer Webseite überlegen, wie die Ziele und Teilziele der Webseite genau aussehen. Daraus ergeben sich dann Antworten auf die Fragen: Wie viele meiner Seitenbesucher konnte ich für ein Produkt interessieren? Wie viele der Seitenbesucher haben sich für den Newsletter angemeldet? Wie viele Seitenbesucher haben ein Info-PDF heruntergeladen? Wie viele Seitenbesucher haben sich auf einer Informationsstrecke wie lange aufgehalten (Engagement)? Die Daten, die man benötigt um solche Fragestellungen zu beantworten, stellen die elementaren Daten dar.
„In der Webanalyse sollte mehr auf Nutzer, Konversionen und Umsatz geachtet werden“
Timo von Focht, Country Manager DACH Applied Technologies Internet SAS
Was sind die elementaren Daten, die mit Webanalyse erhoben werden sollten?
Timo von Focht Zu den elementaren Daten gehören neben dem Umsatz auch die Besuche, Seitenaufrufe, Verweildauer, Klick- und Konversionsraten. Mithilfe eines Webanalyse-Tools können Shop-Betreiber eine Menge über die Nutzung ihrer Website erfahren. Damit sich die Investition auszahlt, sollte ein Webanalyse-Tool aber nur implementiert werden, wenn damit Ziele zur Verbesserung der Website verbunden sind und Ressourcen vorhanden, um anhand der erhobenen Daten Projekte zu realisieren. Oft wird dabei nur auf den Umsatz als Kennzahl geschaut, doch die Erhöhung des Umsatzes ist letztendlich nur ein Zeichen, dass man etwas bei der Website-Optimierung richtig gemacht hat.
„Eine reine Produktwerbung bei Facebook kann niemals erfolgversprechend sein“
Stefan Petersen, Betreiber von WebIdeas.de
Was halten Sie davon, einen Online-Shop direkt in Facebook zu implementieren?
Stefan Petersen Grundsätzlich halte ich eine Menge davon die eigenen Produkte in Facebook zu implementieren. In den meisten Fällen (vor allem bei kleinen Onlineshops) wird es zwar nicht für große Verkaufssteigerungen sorgen, aber seine Produkte zu zeigen kann grundsätzlich nicht falsch sein. Auch hier gilt der alte Grundsatz “Nur wer seine Ware zeigt, kann auch verkaufen”. Wenn man nun also die Kunden nicht im eigenen Onlineshop begrüßen kann, dann sollte man es halt bei Facebook machen.
“Eine gut funktionierende Suchefunktion ist essentiell für den Erfolg eines Onlineshops”
Tim Bosenick, Managing Director, SirValUse Consulting GmbH
Wie wichtig ist eine exakte Suchfunktion in Online-Shops?
Tim Bosenick Eine gut funktionierende Suche ist essentiell für den Erfolg eines Onlineshops. Sie wird zu einem Hygienefaktor, d.h. eine (sehr) gute Suchfunktion wird erwartet und vorausgesetzt. Eine schlechte Suche hingegen fällt dem Nutzer negativ auf. Fairerweise sollte man aber auch sagen, dass die Nutzer sehr hohe Erwartung haben und fast Unmögliches verlangen: So soll die Suchmaschine z.B. “verstehen”, ob mit dem Suchbegriff “silber” das Material oder die Farbe gemeint ist.
Nico Zorn zu E-Commerce-Trends 2011
Nico Zorn, Partner bei der auf Online Business Development spezialisierten Unternehmensberatung Saphiron GmbH.
Wo sehen Sie die Trends im E-Commerce für 2011 in Ihrem Bereich? Warum gerade hier?
Nico Zorn Das Top-Thema in diesem und sicherlich auch im nächsten Jahr ist das Thema Conversionoptimierung. Kein Wunder, denn bei kontinuierlich steigenden Kundenakquisitionskosten ist Online-Marketing nur dann effizient, wenn der gesamte Prozess optimal aufbereitet ist – von dem Klick auf ein Werbemittel bis hin zur Bestellbestätigungsseite. Eine weitere wichtige Rolle wird Facebook spielen – nicht nur als Kundenbindungsinstrument (Facebook Pages), sondern auch für den direkten Abverkauf auf der Plattform.
“Die Konversionsrate, die Warenkorbgröße und die Kundenzufriedenheit werden spürbar steigen”
Dr. Alexander Ey, Geschäftsführer der BillSAFE GmbH und Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender der mediafinanz AG
Was kostet Ihre Lösung BillSAFE einen Onlinehändler?
Dr. Alexander Ey Sprechen wir zunächst einmal vom Nutzen, denn für seine Leistung erhält der Händler ja eine Gegenleistung von uns. In erster Linie wird dem Händler mit BillSAFE nie wieder eine Rechnung platzen, das heißt, er kann seinen Kunden völlig ohne Risiko den Onlinekauf per Rechnung erlauben und hat absolute Planungssicherheit. Zudem ist die Zahlart Rechnung unter Verbrauchern sehr beliebt. Daher werden erfahrungsgemäß auch die Konversionsrate, die Warenkorbgröße und die Kundenzufriedenheit spürbar steigen. Hierfür entrichtet der Händler eine monatliche Grundgebühr von derzeit 24,90 Euro und zusätzlich je Rechnungskauf ein individuell vereinbartes Disagio. Den ganzen Beitrag lesen
Das Emotional-Shopping-Konzept gibt es nicht
Zu spontanen Lustkäufen laden die meisten Online-Shops nicht unbedingt ein. Zielgerichtet vergleichen, auswählen, zahlen steht somit für die Kunden im Web im Vordergrund. Mehr Dynamik und Spaß in den Online-Kauf bringt der Ansatz des Emotional Shopping. Volker John, Area Sales Director DACH, Intershop Communications AG hat uns verraten, wie man Technologien des Emotional Shopping optimal nutzt, um den Kunden emotional anzuregen und zum Kauf eines Produkts zu überzeugen.
Während das E-Business bei den Verkaufszahlen immer näher an den stationären Handel herankommt und den klassischen Versandhandel bereits überholt hat, soll nun auch die Ansprache der Online-Kunden immer wichtiger werden. Der passende Trend dazu heißt „Emotional Shopping“ – Online-Einkauf als Erlebnis. Worin liegt die Herausforderung bei der Umsetzung?
Volker John Für Shopbetreiber gibt es zwei Herausforderungen. Zum einen geht es darum, ein Einkaufserlebnis aus dem realen Leben ins Web zu übertragen: Beim gemütlichen Shoppingbummel mit der besten Freundin lässt sich eine Frau vielleicht spontan in ein neues Geschäft locken, kommt durch einen Ratschlag auf mögliche Kombinationen und kauft aus einer Laune heraus mehr als geplant. Wenn ein Online-Käufer dagegen alleine vor seinem Bildschirm sitzt, besucht er eher vertraute Shops und kauft nur, was er tatsächlich braucht. Zum anderen ist es wichtig, seine Kunden mit einer neuartigen Shopgestaltung nicht zu überfordern.
Philipp Raible zu Dropshipping
Philipp Raible ist eBusiness Manager, Internet-Marketer und Autor mehrerer Ratgeber für den Online-Handel. Zum Thema Dropshipping stellt der Experte den Ratgeber „Die heimlichen Gewinner im Online-Handel“ auf seiner Webseite zum Download als eBook bereit.