Angelika Meyer über Jäger und Sammler
Frauen sind offener für Online-Werbung, Männer bevorzugen Werbemittel mit klarer Werbebotschaft. Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie von InteractiveMedia “Effektive Werbeansprache von Frauen und Männern im Internet”. Von der Kommunikationsexpertin Angelika Meyer wollten wir wissen, ob es wirklich so ist.
Gibt es Ihrer Meinung nach geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung von Online-Werbung?
Angelika Meyer Dass Mann und Frau unterschiedlich wahrnehmen, ist neuro-wissenschaftlich erwiesen und auch entwicklungsgeschichtlich nachvollziehbar. Bedingt sind die Unterschiede durch eine Interaktion zwischen biologischen – in diesem Fall hormonellen – Faktoren und erzieherischen sowie kulturellen Faktoren, denn das Gehirn ist äusserst plastisch und fähig, sich im Laufe des Lebens zu verändern.
Harald Fortmann zu Behavioral Targeting
Harald R. Fortmann, Geschäftsführer der Yellow Tomato GmbH
Was ist Behavioral Targeting?
Harald R. Fortmann Der BVDW definiert „Behavioral Targeting“ als die Auslieferung digitaler Werbung basierend auf dem vergangenen Surfverhalten (Behavior) der Nutzer. Zum Beispiel wird Werbung für ein Automodell dann angezeigt, wenn ein Nutzer hinreichend oft in einem bestimmten Zeitraum Automobil-Umfelder besucht hat. Aus diesem Verhalten wird abgeleitet, dass der Nutzer sehr an Autothemen interessiert ist.
Stephan Noller zu Behavioral Targeting
Stephan Noller, CEO von nugg.ad AG
Was ist Behavioural Targeting?
Stephan Noller Behavioral Targeting ist die Idee, Personen bestimmte Werbung abhängig von Ihrem Verhalten zu zeigen. Im Internet geht das besonders gut, da relativ leicht feststellbar ist, welche Seiten jemand vorher besucht hat.
Wolfgang Thomas zu Behavioral Targeting
Wolfgang Thomas, Geschäftsführer der NetzwerkReklame Thomas Online-Marketing GmbH
Was ist Behavioral Targeting?
Wolfgang Thomas Beim Behavioral Targeting geht es darum, Werbung im Internet in Abhängigkeit zu den Interessen des jeweiligen Nutzers anzuzeigen. Ermittelt werden diese Interessen vor allem aus dem Nutzungsverhalten des jeweiligen Users, welches über spezielle Adserver-Systeme aufgezeichnet und ausgewertet wird. Ein Nutzer, der z.B. auf einem großen Portal wiederholt die Seiten im Auto-Channel besucht, wird demnach als Auto-interessiert eingestuft. Damit kann diesem Nutzer auch relevante Werbung für ein neues Automodell angezeigt werden, sobald er die Homepage oder ein einem anderen themenneutralen Umfeld wie dem E-Mail Postfach aufsucht.
Susanne Köhler zu Behavioral Targeting
Susanne Köhler, Geschäftsführerin, Mindlab Solutions GmbH
Was ist Behavioural Targeting?
Susanne Köhler Targeting-Technologien steuern die Auslieferung von Online-Werbung nach unterschiedlichen Kriterien. Das ermöglicht es Werbetreibenden und Mediaplanern Zielgruppen so zu identifizieren und anzusprechen, dass Streuverluste bei der Online-Werbung weiter deutlich reduziert werden. Diese vom Bundesverband Digitale Wirtschaft stammende Definition ist sehr allgemein gefasst. Es bestehen viele Formen des Targetings: Targeting nach technologischen Kriterien, geografisches Targeting, Targeting nach zeitlichen oder soziodemografischen Kriterien und Behavioral – also verhaltensbezogenes – Targeting. Beim BT wird das Verhalten eines Besuchers untersucht sobald er eine Website aufruft. Das von ihm ausgeübte Bewegungsmuster, d.h. welche Seiten besucht er, Verwendung des Vor- und Zurück-Knopfes oder von Hilfeseiten, wird in Echtzeit erfasst und analysiert. Diese Erkenntnisse werden mit zuvor definierten oder aus Segmentierungsvorgängen gewonnenen Zielgruppen verglichen. Wird eine Übereinstimmung mit einer Zielgruppe gefunden, ist es nun möglich den Besucher mit individualisierten Seiteninhalten zu bedienen. So ist es möglich, den Besucher je nach Anwendungsfall mit Hilfestellungen, Kaufempfehlungen oder anderen Werbeformen zu versorgen.
Markus Frank zur dmexco
Markus Frank, Director Sales & Marketing Microsoft Advertising
Was erwarten Sie von der dmexco in diesem Jahr?
Markus Frank Nachdem es ja die erste dmexco überhaupt ist, sind wir natürlich gespannt, was sich im Gegensatz zur OMD ändern wird. Das Fachpublikum wird ganz sicher ebenso exzellent sein. Für uns ist die größte und einzige vermarktungsorientierte Online-Messe das wichtigste Ereignis des Jahres und insbesondere in der Mediaplanungsphase im Herbst. Die Messe ist für uns ein wichtiger Indikator/Meilenstein für unser Geschäft im Jahr 2010.