„Es ist wichtiger in Menschen, statt in Webanalyse Tools zu investieren“
Timo Aden, ist Gründer und Geschäftsführer der Trakken Web Services GmbH, die Unternehmen in den Bereichen Web-Analyse und Conversion-Optimierung berät. Davor war er bei Google Produktverantwortlicher für Google Analytics in Deutschland, Österreich, Schweiz und Skandinavien.
Was sind die elementaren Daten, die mit Webanalyse erhoben werden sollten?
Timo Aden Diese Frage ist nur schwer pauschal zu beantworten, da jedes Business, jede Website individuelle Ziele verfolgt und daher unterschiedliche Daten und Kennzahlen von Wichtigkeit sind. Allerdings gibt es natürlich diverse Basisdaten die in jedem Web Analyse Tool vorhanden sein sollten. Dies beginnt bei Seitenzugriffen und Besuchen, geht über die Definition von Zielen und der Darstellung von Conversion Rates in Verknüpfung mit beispielsweise der Herkunft der Besucher bis zu der Messung von eCommerce Daten. Um die für das jeweilige Unternehmen relevanten Daten herauszufinden sollte sich zunächst unabhängig von irgendwelchen Web Analyse Tools Gedanken gemacht werden mit welchen Kennziffern ein Unternehmen gesteuert werden kann und welche Metriken den Erfolg des Geschäfts beeinflussen können.
“Schauen Sie sich ihren Shop aus Sicht Ihrer Kunden an”
Sven Graehl, Geschäftsführer und Inhaber von econda GmbH
Gibt es Ihrer Meinung nach Mythen der Webanalyse? Welche sind das?
Sven Graehl Sehr weit verbreitet ist der Mythos „Google Analytics ist kostenlos“. Das trifft nur auf den ersten Blick zu, denn man „bezahlt“ letztlich mit seinen Daten. Zusätzlich spielt bei Google Analytics die bekannte Datenschutzproblematik mit hinein. Laut Münchner Merkur hat bereits im Oktober dieses Jahres der Bayerische Städtetag seine Mitglieder informiert, „dass Kommunen, die das Programm weiter nutzen, in Kürze ernsthaften Ärger mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz bekommen würden“.
Swen Krups zum Real-Time-Messaging im E-Mail Marketing
Swen Krups, Country Director Deutschland bei Epsilon International www.epsilon.com
Kunden sind es gewohnt, wenige Sekunden nach dem Online-Kauf eine entsprechende Bestätigungsmail zu erhalten. Wie können Marketingverantwortliche diese nutzen, um mit dem Empfänger in Dialog zu treten und weitere Informationen zu unterbreiten?
Swen Krups Gerade weil zum Zeitpunkt des Online-Kaufs die Aufmerksamkeit besonders hoch ist und bei Real-Time-Messages die Öffnungsrate deutlich höher als üblich ist, empfiehlt es sich, über die einfache Bestätigung hinaus mit dem Kunden in Dialog zu treten und ihm weiteren Mehrwert anzubieten. Dies können etwa wichtige Service-Informationen sein, oder aber auch weiterführende Hinweise zu den gekauften Produkten sowie zusätzliche Kaufoptionen. Wichtig ist, dem Empfänger zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten zu liefern, wie etwa Servicenummern oder Bewertungsmöglichkeiten. Entscheidend aber ist, dass die Nachrichten zum Zeitpunkt des Versands auch wirklich relevant für den Empfänger sind! Den ganzen Beitrag lesen
Notebooksbilliger.de: Vom Online-Handel zum stationären Handel
Viele stationäre Händler legen sich einen Online-Shop zu, um auch das Geschäft im Internet mitzunehmen. Doch auch in die andere Richtung macht die Strategie Sinn. Der Trend geht vermehrt zum Multichannel-Verkauf. Daher ist es eine naheliegende Strategie für E-Commerce-Betreiber, selbst den Einstieg in den stationären Handel zu wagen. Dass dieser Schritt auch für gestandene E-Tailer eine probate Option sein kann, zeigt das Beispiel von Notebooksbilliger.de. Wir haben mit Ulrich Kaleta, Direktor Marketing bei notebooksbilliger.de AG, über die Expansion in den stationären Handel gesprochen. Den ganzen Beitrag lesen
Protected Shops: Rechtstext-Flatrate für Onlineshops
Protected Shops bietet Online Händlern die Erstellung von anwaltlich überprüften Rechtstexten für Webseiten und Online Shops, zu preiswerten Festpreisen. Wir sprachen mit Oliver Korpilla, Geschäftsführer Protected Shops GmbH über seinen Service.
Zu fairen Preisen bieten Sie anwaltlich erstellte, abmahnsichere Rechtstexte für diverse Internetpräsenzen an. Warum ist das nötig? Reichen die Standards aus dem Netz nicht aus?
Oliver Korpilla Sicher gibt es Mustertexte, die man verwenden kann. Aber oft genug wurden die schon abgemahnt. Das hat unterschiedliche Gründe. Es gibt eine Vielzahl an rechtlichen Anforderungen, die zu bedenken sind. Das führt schnell zur Überforderung. Deshalb gehen wir von Protected Shops mit den Kunden einen leicht verständlichen Fragenkatalog durch. Unser Rechtstextgenerator erzeugt damit individuelle, auf den Kunden zugeschnittene AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutztexte. Diese kann sich der Kunde dann sofort herunterladen. Es geht also nicht nur um Texte, sondern um ein Stück Sicherheit für die Händler. Die gewährleisten wir durch die Zusammenarbeit mit der renommierten IT Recht Kanzlei aus München.
Tobias Hauptvogel zu ePayment
Tobias F. Hauptvogel, Head of Marketing & Communications Deutsche Card Services GmbH. Die Deutsche Card Services ist Herausgeber des aktuellen „Pago Retail-Reports 2008 – Kauf- und Zahlverhalten im Online-Handel“
Wie viele verschiedene Zahlungsarten sollte ein Online-Shop-Betreiber anbieten und auf welche sollte er keinesfalls verzichten?
Tobias F. Hauptvogel Grundsätzlich gilt: Je mehr Zahlarten ein Online-Shop-Betreiber anbietet, umso mehr größer ist das Kundenpotenzial, das er erreicht. Der Trend der von diesen bevorzugten Zahlarten geht dabei nur langsam, aber doch spürbar weg von traditionellen Methoden wie den Offline-Zahlarten und dem Elektronischen Lastschriftverfahren hin zur Kreditkarte und zu jungen Zahlarten wie giropay und Maestro; auch wenn sich diese beiden im Retail noch als klar ausbaufähig erweisen. Die im gesamten europäischen E-Commerce klare Dominanz der Kreditkarte als Zahlart Nummer eins bestätigt sich auch im europäischen Retail. Hier stieg ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr um fast 6% auf nunmehr 81,57%.
Dirk Mayer zu ePayment
Dirk Mayer ist Senior Consultant bei der Experian Deutschland GmbH. Das Unternehmen unterstützt Organisationen und Verbraucher darin, die Risiken von Geschäfts- und Finanzentscheidungen zu steuern und so die Profitabilität der Entscheidungen zu maximieren.
Wie viele verschiedene Zahlungsarten sollte ein Online-Shop-Betreiber anbieten und auf welche sollte er keinesfalls verzichten?
Dirk Mayer Das hängt von der Branche und den Zielkunden ab. Grundsätzlich sollte die Zahlung mit Kreditkarte angeboten werden, bei B2B-Geschäften Rechnungskauf für bekannte Kunden. Im B2C-Bereich in Deutschland ist weiterhin die Lastschrift die wichtigste Zahlungsart. Wer diese nicht anbietet muss mit hohen Abbruchquoten rechnen. Vorkasse sollte immer im Angebot sein, ein kleiner Anreiz für die Kunden versüßt die für den Händler sichere Zahlungsart.