„Im Netz gibt es mehr Möglichkeiten, neue Zielgruppen zu erreichen“
Dr. Niko Bardowicks, SEO-Experte, Vorstand der Online Marketing Solutions AG
Was halten Sie vom Google Boost-Projekt?
Dr. Niko Bardowicks Es ist die logische Fortführung von AdWords in Verknüpfung mit Universal Search. Sehr attraktiv für Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen mit lokalem Bezug. Das “Places-Symbol” und Bewertungen heben die Anzeige gegenüber üblichen AdWords Anzeigen hervor. Für Google ist Boost eine weitere Möglichkeit für Einnahmen bei einer Zielgruppe, die vorher nicht ausreichend erreicht wurde.
Sebastian Socha zu Google Boost
Sebastian Socha, Leiter Produktentwicklung SEO & SEM bei KennstDuEinen GmbH
Was halten Sie vom Google Boost-Projekt?
Sebastian Socha Die Idee von Google, lokalen Anbietern ein leicht zu handhabendes Werbeinstrument zur Verfügung zu stellen, ist generell begrüßenswert. Der Hauptgrund hierfür ist, dass Google AdWords für viele lokale Unternehmen nach wie vor zu komplex in der Bedienung ist, um effektiv bei geringem Zeitaufwand zu Marketingzwecken im Internet genutzt zu werden. Das hat auch Google klar erkannt, weshalb Google Boost auch direkt in das Dashboard von Google Places integriert ist. Zahlreiche lokale Anbieter erfahren so vermutlich überhaupt zum ersten Mal von der Möglichkeit lokales Suchmaschinenmarketing über die Google-Suche zu betreiben. Umgekehrt dient Google Boost selbstverständlich auch dazu, möglichst viele Anbieter zu animieren, ihre Firmendaten an Google zu übertragen.
Oliver Wolde zu Online-Werbung für Frauen und Männer
Frauen sind offener für Online-Werbung, Männer bevorzugen Werbemittel mit klarer Werbebotschaft. Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie von InteractiveMedia “Effektive Werbeansprache von Frauen und Männern im Internet”. Oliver Wolde, Bereichsleiter Sales InteractiveMedia CCSP GmbH, hat uns verraten, wie Sie beide Geschlechter optimal ansprechen.
In der Studie wird belegt, dass Frauen offener für Online-Werbung sind. Warum ist das so?
Oliver Wolde In unserer Studie haben wir nicht nur klassische Online-Display-Werbung wie Super Banner und Skyscraper untersucht, sondern Online-Werbung in ihrer ganzen Vielfalt. Hierzu zählen expandierende Formate, Bewegtbild-Werbung, Specials und vieles mehr. Auf diese vielfältigen Spielarten der Online-Werbung haben die Frauen in unserer Untersuchung offener reagiert als die männlichen Teilnehmer. Ein Grund dafür ist, dass weibliche User eine ästhetische, ganzheitliche Werbeansprache schätzen, also beispielsweise großflächige, auf den Content abgestimmte Werbeformate. Männern ist es hingegen wichtiger, dass Werbung klar gekennzeichnet ist und den Content nicht überlagert oder zumindest klare Steuerungsmöglichkeiten (z.B. einen deutlichen „Schließen-Button“) bietet. Den ganzen Beitrag lesen
Harald Fortmann zu Behavioral Targeting
Harald R. Fortmann, Geschäftsführer der Yellow Tomato GmbH
Was ist Behavioral Targeting?
Harald R. Fortmann Der BVDW definiert „Behavioral Targeting“ als die Auslieferung digitaler Werbung basierend auf dem vergangenen Surfverhalten (Behavior) der Nutzer. Zum Beispiel wird Werbung für ein Automodell dann angezeigt, wenn ein Nutzer hinreichend oft in einem bestimmten Zeitraum Automobil-Umfelder besucht hat. Aus diesem Verhalten wird abgeleitet, dass der Nutzer sehr an Autothemen interessiert ist.
Susanne Köhler zu Behavioral Targeting
Susanne Köhler, Geschäftsführerin, Mindlab Solutions GmbH
Was ist Behavioural Targeting?
Susanne Köhler Targeting-Technologien steuern die Auslieferung von Online-Werbung nach unterschiedlichen Kriterien. Das ermöglicht es Werbetreibenden und Mediaplanern Zielgruppen so zu identifizieren und anzusprechen, dass Streuverluste bei der Online-Werbung weiter deutlich reduziert werden. Diese vom Bundesverband Digitale Wirtschaft stammende Definition ist sehr allgemein gefasst. Es bestehen viele Formen des Targetings: Targeting nach technologischen Kriterien, geografisches Targeting, Targeting nach zeitlichen oder soziodemografischen Kriterien und Behavioral – also verhaltensbezogenes – Targeting. Beim BT wird das Verhalten eines Besuchers untersucht sobald er eine Website aufruft. Das von ihm ausgeübte Bewegungsmuster, d.h. welche Seiten besucht er, Verwendung des Vor- und Zurück-Knopfes oder von Hilfeseiten, wird in Echtzeit erfasst und analysiert. Diese Erkenntnisse werden mit zuvor definierten oder aus Segmentierungsvorgängen gewonnenen Zielgruppen verglichen. Wird eine Übereinstimmung mit einer Zielgruppe gefunden, ist es nun möglich den Besucher mit individualisierten Seiteninhalten zu bedienen. So ist es möglich, den Besucher je nach Anwendungsfall mit Hilfestellungen, Kaufempfehlungen oder anderen Werbeformen zu versorgen.
Dirk Freytag zu Behavioral Targeting
Dirk Freytag, CEO von AdTech AG
Was ist Behavioural Targeting?
Dirk Freytag BeTa ist eine praxisbezogene Anwendung der klassischen Nutzerstromanalyse. Im Mittelpunkt stehen das Bewegungsmuster des Users und der Inhalt der von ihm bisher besuchten Seiten. Seine Reaktionen auf zuvor gezeigte Werbebanner werden ebenso berücksichtigt und das Website-übergreifend. Je mehr Informationen über das effektive Surfverhalten des Nutzers gewonnen werden, desto passender können die Adserver die Banner ausliefern. Auf Basis dieser anonymisierten “Bewegungsinformationen” entstehen „Scoring-Tabellen“ für diverse Kategorien – ADTECH bietet 24 an der Zahl – wie z.B. Automobile, Reisen, Finanzen, Handys, Filme oder Musik. Diese Kategorisierungen helfen, die Banneranfragen zu konkretisieren und das passende Werbemittel für urbane Mütter, reisende Manager, Neuwagenbesitzer oder urlaubende Rentner auszuwählen. Wer mit BeTa Werbung plant, schaltet nicht zum Umfeld passende Werbung, sondern zu seinen Kunden passende
Martin Hubert zu Suchmaschinenmarketing in der Krise
Auch der immer noch wachstumsstarke Online-Werbemarkt bekommt die Wirtschaftkrise zu spüren. Budgets werden auf den Prüfstand gestellt und Maßnahmen auf Effizienz getrimmt. Wir haben Martin Hubert, Geschäftsführer der eprofessional gebeten, Tipps zusammenzustellen, wie Sie in Krisenzeiten mehr aus Ihren SEM-Kampagnen herausholen. Den ganzen Beitrag lesen
Prof. Florian von Wangenheim zu Behavioral Targeting
Prof. Florian von Wangenheim ist Professor für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der TU München. Der Fokus seiner Arbeit liegt insbesondere auf den Themenbereichen Management technologieintensiver Dienstleistungen, Solution Marketing und Wertorientiertes Kundenmanagement.
Wer sollte Behavioral Targeting einsetzen?
Prof. Florian v. Wangenheim Behavioral Targeting ist nicht nur ein interessantes Instrument für Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf dem Internet basiert, sondern auch für Unternehmen, die das Internet als einen zusätzlichen Marketing- oder Vertriebskanal sehen. Den ganzen Beitrag lesen
Michael Kornfeld zu E-Mail-Marketing
Michael Kornfeld ist Geschäftsführer der Agentur für interaktives Marketing „str-act!” und Mitbegründer des Online-Marketing-Forum.at sowie Lektor an der Wirtschafts-Universität Wien. Er hat mit dialog-Mail eine E-Mail Marketing Software entwickelt.
Wann ist der ideale Versandzeitpunkt für einen Newsletter?
Michael Kornfeld Rein statistisch gesehen: Montagabend – wenn ein E-Mailing dann versendet wird, sind die öffnungsraten im Durchschnitt am höchsten. Die Unterschiede waren übrigens enorm: die Bandbreite an öffnungsraten lag zwischen 4% und 93%! Den ganzen Beitrag lesen
Plakatwerbung: Ein Plakat soll Emotionen beim Betrachter auslösen
Jana Wellmann ist Teamleiterin von Creative Services bei der Ströer Gruppe. Diese ist Spezialist für alle Werbeformen, die außer Haus zum Einsatz kommen – vom klassischen Plakat über Werbung auf Wartehallen und Transportmitteln bis hin zu digitalen Medien.
Es gibt heutzutage ca. 500 000 unterschiedliche Werbeträger. Warum hat denn die Plakatwerbung ein großes Potenzial?
Jana Wellmann Vergleicht man die Werbespendings in Deutschland im MediaMix mit anderen europäischen Industrienationen, hinkt Deutschland mit einem Plakat-Share von knapp 4 Prozent deutlich hinterher. In Ländern wie Frankreich oder England haben Out-of-Home-Medien eine doppelt so große Bedeutung. Auch Rahmenbedingungen wie fortschreitende Digitalisierung oder ständig zunehmende Mobilität in der Gesellschaft erhöhen mittelfristig die Zukunftschancen von Plakat. Für die anderen klassischen Medien wie TV stellen die mediale Parallelnutzung und die Fragmentierung der Zielgruppen eher eine Bedrohung dar. Den ganzen Beitrag lesen